Wie man die Beine gesund hält

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Physikalische Therapie und Venenmittel

Zur Behandlung von Krampfadern gibt es verschiedene Möglichkeiten. Als begleitende Maßnahme kommt die physikalische Therapie in Frage. Diese konservative Behandlung umfasst beispielsweise leichte Beinmassagen. Bei entzündeten Venen oder einer Thrombose dürfen diese allerdings nicht durchgeführt werden.

Neben Massagen wirken sich auch Kneippanwendungen positiv auf die Venen aus. Ebenso helfen laufen, walken und Venengymnastik, die Durchblutung zu fördern und die Funktion der Muskelpumpe zu stärken. Oftmals genügen schon 10 Minuten tägliche Gymnastik, um die Beschwerden deutlich zu lindern.

Sogenannte Venenmittel zählen ebenfalls zu den konservativen Behandlungsmethoden. Sie werden genau wie die physikalische Therapie begleitend eingesetzt. Venenmittel haben in der Regel eine abschwellende Wirkung und stehen in Form von Kapseln, Sprays, Salben und Gels zur Verfügung. Gängige Wirkstoffe sind unter anderem Rosskastanienextrakte, Extrakte aus dem roten Weinlaub und Arnika.

Krampfadern behandeln: Kompressionstherapie

Bei einer beginnenden Venenschwäche kann die Entstehung von Krampfadern durch eine rechtzeitige Kompressionsbehandlung verhindert oder zumindest hinausgezögert werden. Auch bei einer bereits fortgeschrittenen Erkrankung können die Beschwerden durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen gelindert werden.

Durch die Kompression werden die Venenklappen und die Muskelpumpe in ihrer Funktion unterstützt. Dadurch wird verhindert, dass das Blut in den Beinen versackt. Für eine optimale Wirkung sollten die Kompressionsstrümpfe individuell angepasst und nach etwa sechs Monaten ausgetauscht werden.

Krampfadern entfernen

Reichen die konservativen Methoden nicht mehr aus und die Krampfadern müssen entfernt werden, stehen verschiedene Verfahren zur Auswahl:

  • Veröden
  • Lasertherapie
  • Radiowellentherapie
  • Operation

Krampfadern veröden

Beim Veröden der Krampfadern (Sklerotherapie) wird ein Verödungsmittel in die ausgesackte Vene gespritzt. Bei kleinen Besenreisern wird ein flüssiges, bei größeren Venen ein schaumförmiges Mittel verwendet. Es sorgt dafür, dass die Innenwände der Vene verkleben und sich mit der Zeit ein bindegewebsartiger Strang entwickelt.

Generell ist das Veröden insbesondere für Besenreiser, retikuläre Varizen und Seitenastvarizen geeignet. Bei größeren Krampfadern ist dagegen eine Operation empfehlenswerter. Selbst bei kleineren Krampfadern können nämlich mehrere Sitzungen nötig werden, bis die Behandlung abgeschlossen ist. Im Anschluss müssen meist für einen gewissen Zeitraum Kompressionsstrümpfe getragen werden.

Laser- und Radiowellentherapie

Bei der Lasertherapie wird eine dünne Lasersonde in die betroffene Krampfader eingeführt. Durch den Laser werden die Venenwände stark erhitzt und verschließen sich. Diese Methode ist besonders bei nicht zu stark ausgeprägten Stammvarizen, die einen geradlinigen Verlauf haben, geeignet. Der Eingriff kann meist ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Nach der Behandlung müssen die Patienten circa vier Wochen lang Kompressionsstrümpfe tragen.

Die Radiowellentherapie läuft ähnlich wie die Lasertherapie ab. Auch hier werden die erweiterten Venen durch Hitze verschlossen. Bei beiden Verfahren ist in über 90 Prozent der Fälle nur ein Eingriff nötig, um das betroffene Gefäß zu verschließen.

Krampfadern operativ entfernen

Durch das komplette oder teilweise Entfernen von Krampfadern (Stripping/Teilstripping) besteht nach der OP nur ein sehr geringes Rückfallrisiko. Während des Eingriffes wird eine kleine Sonde in die betroffene Vene eingeführt und am Ende der Krampfader wieder herausgeschoben. Anschließend wird die Ader durchtrennt und mit Hilfe der Sonde herausgezogen. Alternativ kann die Krampfader auch durch eine Kältesonde entfernt werden. Die Operation wird minimalinvasiv durchgeführt, sodass kaum Narben zurückbleiben.

Die Operation kann entweder ambulant oder stationär durchgeführt werden. Liegen mehrere Krampfadern vor, lassen sich diese auch im Rahmen einer Operation entfernen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine örtliche Betäubung genügt oder ob eine Teilnarkose nötig ist. Nach der OP sollten Sie unbedingt die Anweisungen des Arztes befolgen, um Komplikationen zu verhindern. Meist müssen über mehrere Wochen Kompressionsstrümpfe getragen werden.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten im Überblick

Neben den bisher vorgestellten Verfahren gibt es noch weitere Möglichkeiten, Krampfadern zu behandeln:

  • CHIVA-Methode: Bei dieser Methode sucht der Arzt per Ultraschall nach Krampfadern und bindet die erkrankten Venenabschnitte ab. Dadurch bilden sie sich im Laufe der Zeit zurück und veröden. Dieses Verfahren sollte allerdings bei stark ausgeprägten Krampfadern nicht angewendet werden.
  • Externe Valvuloplastie: Bei leichten Fällen einer Stammvarikose kann der Mündungsbereich der Rosenvene durch das Anbringen einer kleinen Polyester-Manschette etwas verengt werden. Dadurch erhalten die Venenklappen ihre Funktion zurück, ohne dass ein Teil der Vene entfernt werden muss.
  • Miniphlebektomie: Liegen lediglich kleine erweiterte Seitenäste vor, können diese mit Hilfe der Miniphlebektomie entfernt werden. Über kleine Schnitte werden die Venen ähnlich wie mit einer Häkelnadel entfernt.
  • Crossektomie: Bei der Crossektomie werden die in die tiefen Venen mündenden Verbindungen zwischen den oberflächlichen und den tiefen Beinvenen durchtrennt. Die Operation wird häufig unmittelbar vor einem Venen-Stripping durchgeführt.

Krampfadern vorbeugen

Liegt eine genetische Veranlagung vor, ist es nicht immer möglich, der Entstehung von Krampfadern mit Sicherheit vorzubeugen. Durch bestimmte Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Risiko allerdings deutlich senken:

  • Bewegen Sie sich regelmäßig: Besonders Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren sind geeignet, um Krampfadern vorzubeugen. Sportarten wie Tennis oder Badminton sowie Kraftsport sind bei einer bereits bestehenden Venenschwäche allerdings weniger empfehlenswert.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht: Durch Übergewicht kann die Entstehung von Krampfadern begünstigt werden.
  • Gehen Sie Kneippen: Eine Runde durch ein kaltes Kneippbecken zu waten, kann wahre Wunder bewirken. Ansonsten tun es auch kalte Unterschenkel- und Kniegüsse oder eine Wechseldusche.
  • Venengymnastik hilft: Stärken Sie Ihre Venen durch gezielte Gymnastikübungen.
  • Wenig stehen: Langes Stehen oder Sitzen wirkt sich ungünstig auf die Beinvenen aus. Gleiches gilt für das Tragen von enger Kleidung und hohen Schuhen.
  • Beine hochlagern: Durch das Hochlagern der Beine kann das Blut leichter abfließen und einem Blutstau in den Venen wird vorgebeugt.
  • Große Hitze meiden:  Bei Hitze erweitern sich die Gefäße und der Blutfluss wird langsamer. Dadurch kann die Entstehung von Krampfadern begünstigt werden.